Die Sprache christlicher Bilder
Welche Funktionen besaßen christliche Bilder in der Lebenswirklichkeit in Mittelalter und Neuzeit? Wie ist die Sprache dieser Werke heute zu verstehen? Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen Religion und Kunst? Solchen Fragestellungen geht Wolfgang Brückner anhand der vielfältigen Zeugnisse christlicher Religiosität im Gernamischen Nationalmuseum in Nürnberg nach: bedeutenden Kunstwerken, graphischen Blättern und illustrierten Büchern, volkskundlichen Exponaten und "trivialen" Objekten aus dem Lebensalltag vergangener Epochen. Er weist fachübergreifen auf historische, kirchen- und motivgeschichtliche Zusammenhänge hin, die heute im allgemeinen Bewusstsein kaum noch bekannt snd. Als eine Besonderheit des Germanischen Nationalmuseums stellt er eingangs die hier verwahrten "Reichsreliquien" vor und handelt generell über die Musealisierung religiöser Werke. Breiten Raum nehmen Exponate ein, die der "konfessionellen Vergewisserung des Protestantismus" dienten, wie frühe Luther-Bildnisse, Lehr- und Bekenntnisbildern, aber beispielsweise auch Abendmahlstrachten. "Evangelische Bilderwelten" sind im Germanischen Nationalmuseum in Ausstellungsstücken zu Handwerken und Zünften oder zum bürgerlichen und bäuerlichen Wohnen ebenso wie etwa in der Emblemliteratur anzutreffen. Ein weiterer der zahlreichen Aspekte dieses Buches ist die Bedeutung christlicher Darstellungen für den gläubigen Betrachter einst und die Aussagekraft, die Kommunikationsmöglichkeit für den Betrachter heute.
Kulturgeschichteliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum, Band 12
Nürnberg 2010
224 Seiten mit 59 schwarz-weiß und 142 farbigen Abbildungen
Hardcover
24,5 x 17cm
Hersteller: GNM
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