Triebkräfte der Erde - Winter, Klee, Marc, Beuys, Kirkeby

Katalog zur Ausstellung in der Pinakothek der Moderne (27.10.2005-15.01.2005)
"Triebkräfte der Erde", eine Folge von ca. 45 gleichformatigen Blättern, entstand 1944 während eines kurzen Fronturlaubs des Malers Fritz Winter. Nach dem Krieg verstand man diese kleinformatigen, in Öl und Gouache auf Papier gemalten Blätter als symbolischen Ausdruck für die "innere Emigration", für das stille Ausharren von regimefeindlichen Künstlern oder Intellektuellen im faschistischen Deutschland. Das unterirdische Wachstum, das durch die abstrakten, vegetabilen Formen der Triebkräfte angedeutet wird, soll in der Ausstellung der Pinakothek der Moderne jedoch auch mit anderen geistigen und künstlerischen Strömungen verknüpft werden, so dass sich eine neue Sicht auf die Werkfolge ergibt. Formal und stilistisch bezieht Winter sich auf späte Arbeiten Franz Marcs. Der Wachstumsgedanke, das prozessuale Moment der "Triebkräfte" steht darüber hinaus in Verbindung mit Paul Klees Auffassung von pflanzlichen Strukturen und lässt sich schließlich auch mit vegetabilen Darstellungen von Joseph Beuys und Per Kirkeby in Zusammenhang bringen.

Autorin: Cathrin Klingsöhr-Leroy
199 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen
Format: 24 x 25 cm
Gebunden
Verlag: Wienand


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