Der blaue Reiter

»Den Namen Der Blaue Reiter erfanden wir am Kaffeetisch in der Gartenlaube in Sindelsdorf. Beide liebten wir Blau, Marc: Pferde, ich Reiter. So kam der Name von selbst.« So beschrieb Kandinsky die Gründung der Künstlergruppe. Im 1911 herausgegebenen Almanach Der Blaue Reiter beschrieben Wassily Kandinsky und Franz Marc das theoretische Gerüst dieser Vereinigung, zu der auch Paul Klee, Alexej von Jawlensky, August Macke und Gabriele Münter gehörten. Die Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen, die wir heute unter dem Begriff Expressionismus subsumieren, hatte vielfältigste Erscheinungsbilder. Auf der Grundlage eines gemeinsamen Interesses an der Avantgarde, aber auch an der Volkskunst, fernöstlichen Vorbildern oder an Kinderzeichnungen, verfolgte jeder seinen eigenen Weg hin zur Befreiung der Farbe und zur Abstraktion.
80 Arbeiten von Weltrang und von allen Mitgliedern der Gruppe präsentiert der Band. Viele stammen aus Gabriele Münters Privatsammlung, die sie 1957 dem Münchener Lenbachhaus schenkte und so den Grundstein zum Weltruf des Hauses als einer der bedeutendsten Kollektionen zur Kunst des Blauen Reiters begründete.

Aus dem Lenbachhaus München, Katalog zur Ausstellung Museum Frieder Burda, Baden-Baden, 2009
Hrsg. von Helmut Friedel und Annegret Hoberg
Sprache: deutsch
gebunden, 232 Seiten mit 52 SW-, 55 Duplex- und 88 Farbabbildungen, 28,5cm, 1200g

Hersteller: Hatje Cantz Verlag



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